Elite Dangerous – Schilde

Schilde

Hallo zusammen, in diesem Elite Dangerous Guide geht es um die Schilde. Du erfährst welche Typen es gibt, wie man die Schildstärke und Resistenzen optimiert und welchen Einfluss dies auf die Regeneration hat.

Wie zuvor im Beitrag über die Ingenieure beschrieben, gibt es jedes Modul in unterschiedlichen Klassen und teilweise Qualitätsstufen. Die Qualitätsstufen unterscheiden sich in Gewicht, Widerstandsfähigkeit, Hitzeeffizienz, Leistung sowie im Preis und reichen von E (schlechteste Eigenschaften) über D (leichtestes Modul), C (ausgewogen), B (höchste Widerstandsfähigkeit) bis A (höchste Systemleistung). Außerdem kann man die Systemleistung durch Ingenieuraufrüstungen noch weiter steigern. Gleiches gilt im Prinzip auch für die Schildgeneratoren und die damit zusammenwirkenden Systeme (Kraftwerk und Energieverteiler).

Einleitung: Funktionsweise der Schildgeneratoren

Das Kraftwerk des Schiffes produziert die Energie für den Bedarf aller Schiffssysteme. Die verfügbare Energie wird über den Energieverteiler auf die (Speicher-) Kondensatoren der drei Hauptsysteme verteilt: Systeme / Schilde (SYS), Antriebe (ANT) und Waffen (WAF).

Die Klasse und Stufe sowie die Einstellung der Energieverteilung des Energieverteilers bestimmen wie groß die Speicher sind und wie schnell sie befüllt werden. Wenn die Systeme (Schilde), Antriebe und Waffen Energie benötigen, entnehmen sie diese aus den Speichern. Durch den Energiebedarf der Systeme werden die Speicher entleert und gleichzeitig durch das Kraftwerk über den Energieverteiler wieder befüllt. Die Einstellung der Energieverteilung (PIPS) bestimmt maßgeblich wie schnell die Speicher wieder befüllt werden. Die Größe des Kraftwerkes hat keinen Einfluss auf die Speicherbefüllung und auch nicht auf die Systemleistung (Schildstärke), es muss nur Gesamtenergiebedarf des Schiffes decken können.

Nun zum Schildgenerator – dieser generiert ein Energiefeld um das Schiff. Dabei hat jeder Schildgenerator in Abhängigkeit seiner Klasse und Stufe einen Grundwert, der durch weitere Faktoren beeinflusst wird. Größere Schiffe (Masse) benötigen größere Schildgeneratoren. Jeder Schildgenerator hat eine „optimale Masse“, die er effektiv versorgen, bzw. mit einem Energiefeld umspannen kann. Für maximale Schildstärke sollte man dementsprechend also einen möglichst großen Schildgenerator verwenden. Außerdem hat die Energieverteilung auf Systeme (PIPS) erheblichen Einfluss auf die Schildstärke, dazu später mehr. Wenn Schildstärke für den Einsatzzweck nicht entscheidend ist (zum Beispiel für Explorer), kann man sich zwecks Gewichtsoptimierung und damit Sprungreichweite einen Schildgenerator kleinerer Klasse einbauen.

Wenn nun etwas, zum Beispiel Waffenfeuer das Schild trifft, wird dem Energiefeld Energie entzogen. Der Schildgenerator nimmt nun Energie aus den Speichern, um die verlorene Energie zu regenerieren und der Energieverteiler füllt die Speicher wieder auf. Dabei ist zu beachten, dass der Schildgenerator in Abhängigkeit seiner Klasse eine bestimmte Energiemenge entnimmt und der Energieverteiler ebenso in Abhängigkeit seiner Klasse und der Energieverteilung (PIPS) eine bestimmte Energiemenge wieder auffüllt. Wenn die Energieentnahme größer als die Energiebefüllung ist und der Speicher vollständig entleert wird, stoppt die Schildwiederherstellung, beziehungsweise wird maximal nur noch mit der Ladegeschindigkeit weitergeführt. Aus diesem Grund ist es wichtig einen leistungsstarken Energieverteiler (gegebenenfalls ladungsoptimiert) zu verwenden und ausreichend PIPS auf Systeme eingestellt zu haben. Die Anzahl der PIPS hat abgesehen davon keinen direkten Einfluss auf die Regenerationszeit der Schilde, nur auf die Befüllung der Energiespeichers.

Wenn die Schilde einmal zusammengebrochen sind, funktioniert die Wiederherstellung ebenfalls wie oben beschrieben, jedoch wird das Schild erst wieder aktiv, wenn eine Schildstärke von 50% erreicht wurde. Je nach Größe und Typs des Schildgenerators sowie der Schildstärke kann dies bis zu mehreren Minuten in Anspruch nehmen. Die vollständige Wiederherstellung des Schildes (100% Schildstärke) kann je nach Generatortyp, Klasse und Gesamtschildstärke ein vielfaches davon in Anspruch nehmen.

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Schildgeneratortypen, die jeweils Vor- und Nachteile mit sich bringen und daher je nach Vorliebe und passend zum Schiff und dessen Konfiguration abgestimmt werden müssen.

Unterschiede der Schildgeneratoren und Wirkung von optionalen Zusatzmodulen

Wie zuvor angesprochen gibt es drei unterschiedliche Typen von Schildgeneratoren:

  • Bi-Wave (Bi-Wellen) Schildgenerator: schnellste Regenerationsrate / geringste Schildstärke / geringster Energiebedarf (Kraftwerk)
    Sowohl zusammengebrochene Schilde als auch die vollständige Schildstärke lassen sich mit diesem Generator in kürzester Zeit wiederherstellen (49% bzw. 1,5-fach schneller von 0 auf 50% und 70% bzw. 1,7-fach schneller von 50% auf 100% als Standardschilde) – dies jedoch auf Kosten einer geringeren Schildstärke (24% schwächer als Standardschilde). Der Energiebedarf ist bei diesem Generator am geringsten, er eignet sich daher für Schiffe mit kleinem Kraftwerk oder energieintensiven Konfigurationen.
  • Standard Schildgenerator: ausgewogene Regenerationsrate / Schildstärke / Energiebedarf
    Der Standard-Schildgenerator stellt den besten Kompromiss aus allen Eigenschaften dar und ist für die meisten Konfigurationen eine gute Wahl.
  • Prismaschildgenerator: langsamste Regenerationsrate / höchste Schildstärke / höchster Energiebedarf (Kraftwerk)
    Die Wiederherstellung zusammengebrochener Schilde als auch die vollständige Regeneration dauert mit diesem Generator verhältnismäßig am längsten (31% bzw. 1,3-fach langsamer von 0 auf 50% und 8% bzw. 1,08-fach langsamer von 50% auf 100% als Standardschilde). Bei großen Generatoren mit zusätzlichen Schildboostern und großer Schildstärke kann eine vollständige Regeneration durchaus bis zu einer halben Stunde dauern. Dafür bietet dieser Generator die größtmögliche Gesamtstärke (ca. 22% stärker als Standardschilde), fordert jedoch auch den größten Energiebedarf (Kraftwerk). Diesen Schildgenerator muss man außerdem erst durch vierwöchige Teilnahme an den Machtspielen (Aisling Duval) freischalten.

Außerdem stehen weitere optionale Module zur Verfügung um Schildstärke, Resistenzen oder die Wiederherstellung zu verbessern:

  • Schild-Booster (optionales Zusatzmodul): Erhöhung der Schildstärke und/oder Erhöhung der Resistenzen
    Schildbooster sind Zusatzmodule die in Werkzeugsteckplätzen eingebaut werden können. Durch sie lassen sich Schildstärke jeweils um rund 20% bis 65% (je nach Upgrade) erhöhen und/oder Resistenzen (Thermal, Kinetisch, Detonation) um jeweils bis zu ca. 30% verbessern. Durch die Erhöhung der Schildstärke verlängert sich auch die Regenerationszeit des Schildes entsprechend.
  • Guardian Schildverstärkung (optionales Zusatzmodul): Erhöhung der Schildstärke
    Die Guardian Schildverstärkung lässt sich als zusätzliches optionales internes Modul einbauen. Das Modul ist in verschiedenen Klassen verfügbar und erhöht die Schildstärke, maximal um 215 MJ mit einem 5D Modul. Im Shop wird es (etwas verwirrend) unter der Kategorie Rumpfhüllenverstärkung geführt. Man muss sich jedoch zuvor noch einen Guardian-Modulbauplan und die entsprechenden Rohstoffe besorgen um es konstruieren zu können. Es funktioniert passiv und benötigt für den Betrieb zusätzliche Energie (Kraftwerk).
  • Schildzellen (optionales Zusatzmodul): schnelle manuelle Schildwiederherstellung
    Schildzellen sind eine Art manuelle und schnelle Schildaufladung, die „auf Knopfdruck“ gestartet wird. Je nach Klasse und Anzahl der Schildzellenbänke kann ein erheblicher Teil des Schildes in wenigen Sekunden wiederhergestellt werden. Die Verwendung kostet jedoch Munition (begrenzt) und erzeugt sehr viel Hitze. In der Regel ist die gleichzeitige Verwendung von Kühlkörpern erforderlich (Munition ebenfalls begrenzt) um Modulschäden zu verhindern. Wichtig ist, dass das Schild noch nicht zusammengebrochen sein darf, da anderenfalls die Verwendung nicht möglich ist. Schildzellenbänke sind außerdem relativ schwer und benötigen viel Energie (Kraftwerk).

Einfluss der Systemeinstellung (PIPS) auf die Schildstärke

Wie oben beschrieben ist es wichtig immer ausreichend Energie im Speicher (Kondensator des Energieverteilers) zu haben um das Schild regenerieren zu können. Darüber hinaus haben die PIPS (Einstellung des Energieverteilers) erheblichen Einfluss auf die effektive Schildstärke. Die Schildstärke ergibt sich gemäß folgender Einstellung:

  • 0 PIPS: Grundwert / Minimum der Schildstärke
  • 1 PIPS: +2,57% Schildstärke gegenüber dem Grundwert
  • 2 PIPS: +17,3% Schildstärke g. d. Grundwert (+9,08% zwischen 1 und 2 PIPS)
  • 3 PIPS: +50,3% (1,5-fache) Schildstärke g. d. Grundwert (+22,28% zwischen 2 und 3 PIPS)
  • 4 PIPS: +150%  (2,5-fache) Schildstärke g. d. Grundwert (+66,07% / 1,66-fache Schildstärke zwischen 3 und 4 PIPS)

Um möglichst 4 PIPS dauerhaft auf Systeme einstellen zu können, ist ein leistungsfähiger und aufgerüsteter Energieverteiler erforderlich und insbesondere bei energiehungrigen Schiffskonfigurationen zwingend notwendig. Daher sollte ein Energieverteiler der höchstmöglichen Klasse und Stufe verwendet werden und dieser bei den Ingenieuren (The Dweller) zum „ladungsoptimierten Energieverteiler“ aufgerüstet und mit den experimentelle Effekten „Cluster-Kondensatoren“ (Kapazität) oder „Superleiter“ (Ladung) ausgestattet werden.

Optimierung der Resistenzen

Der Schadenswert einer Waffe wird rechnerisch von der Schildstärke abgezogen. Dabei wird zuvor der Grundwert des Schadens durch die Resistenzen des Schildes modifiziert. Schilde sind sehr anfällig gegen thermische Angriffe (zum Beispiel Laser oder Plasma), während die Anfälligkeit gegen kinetische Angriffe (Projektilwaffen) geringer ist. Aus diesem Grund haben Schilde auch unterschiedliche Resistenzgrundwerte (die durch Upgrades modifiziert werden können).

Man kann nun das Schild einfach auf Gesamtschildstärke verbessern, da Schildstärke gegen sämtliche Angriffe wirkt. Aufgrund der thermischen Anfälligkeit (-20 = Erhöhung des Schadens bei thermischen Angriffen um 20%) und der sehr langen Regeneration bei großen Schildstärken, ist es jedoch sinnvoll auch die Resistenzen zu verbessern. Allerdings lassen sich die Resistenzen nicht beliebig verbessern. Dies ist begründet im Rechenmodell. Während die Resistenzverbesserung bis +50% (in Bezug auf den Grundwert, also bei thermischer Resistenz bis +30% = Schadensreduzierung bei thermischen Waffen um 30% gegenüber Erhöhung um 20% zum Grundwert) linear funktioniert (Addition der Resistenzen), erhöhen sich die Resistenzen über 50% Verbesserung nur noch regressiv zu 50% effektiv. Einfach gesagt, die Schadensreduzierung multipliziert sich prozentual auf den Vorwert und ab 50% nur noch mit halber Effektivität (also zum Beispiel 3 Booster mit jeweils +25% thermischer Resistenz ergeben nicht 75% thermische Schadensreduzierung, sondern {[(1-0,75*0,75*0,75)*100 – 50] / 2} + 50 = 54% Reduzierung).

Viele Worte (und Zahlen), kurzer Sinn: ab +50% Resistenzverbesserung auf den Grundwert nimmt die Effektivität zusätzlicher Resistenzen stark ab. Wer keinen Taschenrechner und/oder Excel hat (Schande!), kann sich seine optimale Konfiguration auch mit einem externen Tool, zum Beispiel EDShipyard.com berechnen lassen. Die hier anliegende einfache Exceltabelle zeigt unter „Pre-Dim / Total“ schön die Schwelle abnehmender Effektivität an. Das Prinzip gilt gleichermaßen für alle Resistenzen.

Aufgrund der Schwäche von Schilden gegen thermische Angriffe, empfehle ich vor allem die thermischen Resistenzen zu verbessern. Zum Beispiel zwei „Widerstandsverstärkte“ Schildbooster mit Thermo-Block oder ein Widerstandsverstärkter Schildbooster mit Superkondensatoren und ein Thermalresistenter Schildbooster bringen einen nahezu genau an die Schwelle zur optimalen Effektivität gegen thermische Angriffe.

Zusammenfassung & Orientierungswerte

  • Prismatische Schilde und Bi-Wave Schilde laden von 0% auf 50% (online) 3x schneller als von 50% bis 100%, Standard Schilde laden von 0% auf 50% 3,5x schneller als von 50% bis 100%
  • Aufladung von 0% auf 50% (online): Prismatisches Schild lädt 1,31 (31%) langsamer als Standard, Prismatisches Schild lädt 1,97 (97%) langsamer als Bi-Wave, Standard lädt 1,49 (49%) langsamer als Bi-Wave
  • Aufladung von 50% bis 100%: Prismatisches Schild lädt 1,08 (8%) langsamer als Standard, Prismatisches Schild lädt 1,85 (85%) langsamer als Bi-Wave, Standard lädt 1,70 (70%) langsamer als Bi-Wave
  • Die Anzahl der „PIPS“ auf SYS haben keinen Einfluss auf die Aufladezeit (so lange Energie im Energieverteiler vorhanden ist)
  • Standard Schilde sind 24% stärker als Bi-Wave Schilde
  • Die Anzahl der „PIPS“ auf SYS haben Einfluss auf die Schildstärke: Unterschied zwischen 0 und 4 PIPS = +150% = 2,50x)
  • Resistenzen wirken bis 50% Schadensreduzierung zu 100% effektiv, über 50% Schadensreduzierung hat der Resistenzzuwachs nur noch eine 50% Effektivität

Quellen

Videovergleich Schildaufladung Prismatic vs Standard vs Bi-Wave
Videovergleich Schildaufladung mit Energieverteilung
Videovergleich Schildstärke Standard vs Bi-Wave
Videovergleich Schildstärke mit Energieverteilung
Berechnung von Schildstärke, Resistenzen und effektiver Schildstärke

Viel Erfolg damit und bis bald!

Euer Commander
Philipp / Bloodjinn

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